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Das Hundelexikon der Boddener Hundeschule

Nach und nach werden wir hier ein Lexikon zumindest mit den beliebtesten Hunderassen in Deutschland aufbauen und versuchen, erste Fragen zu Verhalten und Erziehung zu beantworten. Wenn Ihr darüber hinaus Fragen habt, könnt Ihr uns auch gerne eine Mail schicken - wir bemühen uns so schnell wir möglich um Antwort.

Lexikon Teil 2: Der Dackel

Direkt an Platz 2 der beliebtesten Hunderassen in Deutschland steht der Dackel, von Jägern auch Teckel genannt. Ursprünglich wurde diese Rasse für die Jagd auf Füchse und Dachse gezüchtet und ist somit ein Jagdhund. Dies merkt man vor allen Dingen an einem Selbstbewußtsein, welches für die Größe eigentlich unziemlich ist: Ein Dackel weiß offenbar nicht, wie klein er ist…

Damit ist der Dackel eigentlich nicht wirklich ein Familienhund, er ist zwar liebenswürdig, ordnet sich aber ungern unter. Der Dackel ist eher etwas für den geübten Hundehalter und bedarf einer zwar liebevollen, aber auch bestimmten Führung - auch im Alter…; zugegebenermaßen ist unser Max ein Dackel und ausgemachter Schlawiner und eigentlich kein Beispiel für “gehorsames” Tier - doch was will man machen, wenn alle Ferienparkgäste unseren Dackel als “Chef” anerkennen und auch so ansprechen. Harry hat es als “Stellvertreter” da manchmal nicht leicht.

Kleinere “Verstöße” muß man als Halter vielleicht gelegentlich bei diesen eigensinnigen Tieren (die ja auf der Jagd im Dachsbau auch ihre eigenen Entscheidungen treffen mußten) gelegentlich hinnehmen, doch wirklich Chef sein darf das Tier in der Familie. In solchen Fällen sind wir sicher, Euch helfen zu können.

Ausserdem gilt es bei Dackeln, die Dackellähme zu vermeiden: Dieser rassetypische Bandscheibenvorfall muß nicht sein, wenn man mit dem Tier genügend Bewegung hat und für eine ausreichende Rückenmuskulatur sorgt. Denn ist die Lähme einmal da, kriegt man sie nicht mehr ausgeheilt. Also bitte Übergewicht vermeiden und dem Dackel nicht zu viele Leckerlies verabreichen.

Hundelexikon 1 - der Deutsche Schäferhund

Die beliebteste Hunderasse in Deutschland ist der Schäferhund. Er ist gelehrig und sieht im Menschen schnell seinen besten Freund - wenn man das Vertrauen des Hundes nicht zerstört! Bei der Erziehung des Deutschen Schäferhundes stehen Liebe, Konsequenz und in allererster Hinsicht positive Verstärkung im Vordergrund. Zwang bei der Erziehung des Schäferhundes ist mindestens umstritten und aus unserer Sicht überhaupt nicht notwendig. Mit Futterbehlohnung und Spielzeug erreicht man viel mehr!
Dabei sollte man allerdings auch berücksichtigen, daß ebenso wie der Mensch auch der Schäferhund eine Kindheit hat und man darf ihn nicht von Kleinauf überfordern - Geduld ist für den Erziehungserfolg absolut notwendig.
Wer daher noch nie einen Hund erzogen hat, sollte aus unserer Sicht zunächst selbst die Schulbank drücken - wenn Ihr wollt, bei uns in der Boddener Hundeschule. Nicht der Hund ist unwillig - das Problem steht meist am anderen Ende der Leine.

Wer sich überlegt, sich einen Deutschen Schäferhund zuzulegen, sollte wissen, daß dieser Hund von Natur aus sehr aktiv ist und sehr bewegungsfreudig. Lange Spaziergänge bei jedem Wetter sind ein Muß und damit der Hund sich nicht langweilt, sollte man sich durchaus überlegen, sich ein gemeinsames Mensch-Hund-Hobby zuzulegen.

Der Schäferhund will nicht nur Bewegung, auch geistige Herausforderungen werden gerne angenommen. Nicht umsonst arbeiten auch Zoll, Polizei und andere Behörden gerne mit dem Schäferhund als Diensthund. Und natürlich kommt er auch als Hütehund und Blindenhund zum Einsatz. Um den Schäferhund nicht zu unterfordern, sollte man sich durchaus überlegen, ob man nicht an Wettbewerben der Deutsche Schäferhunde e.V. teilnimmt oder vielleicht auf die Teilnahme an Agility-Wettbewerben trainiert.
Nicht zur Abschreckung, aber zur Bewußtmachung, was mit einem Schäferhundwelpen auf den Halter in Spe zukommt:
Der Welpe macht Ärger, er wird zu Anfang seine Bedürfnisse in der Wohnung verrichten, er wird irgendwann einmal Durchfall haben, er wird sich auch mal übergeben. Ausserdem wird er Sachen kaputt machen und der Schäferhundwelpenhalter wird das Putzen lernen. Man muß mit dem Kleinen alle zwei Stunden mal vor die Tür. Gleichzeitig zahlt man Steuern (regional unterschiedlich, so um die 150 € im Jahr), eine Impfung kostet ca. 50 €, für Futter braucht man ca. 1 € am Tag. Leine, Halsband und Napf sind Einmalkosten, ein Kurs in der Boddener Hundeschule kostet nach Aufwand.

Eine Liste mit Züchtern, wo man guten Gewissens einen Schäferhundwelpen kaufen kann, findet Ihr hier.

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